Sonntag, 5. Mai 2013
Menschenrechte, Differenzialgleichungen und wieder Schokolade!
Schule ist interessant. Nein, wirklich jetzt. Ohne jede Ironie. Man kann in der Schule etwas lernen. Und zwar eine ganze Menge Blödsinn, von dem ich nun etwas mit euch teilen möchte.
Schon die griechischen Philosophen kannten den aktuellen Hippsterbegriff SWAG.
Schließlich sagten sie bereits, dass der SWAG die Mittel heiligt.
In der selben Philosophiestunde kamen wir auch darauf, dass Schokolade ein Menschenrecht sei.
Genau wie Kaffee....

Oder neulich im Physik-Leistungskurs:
Lehrer: "Ach, hört doch auf zu murren! Differenzialgleichungen sind doch das schönste im Leben!"
Schüler: Ja, direkt nach Darmspiegelungen!"

So weit so gut. Wenn mich nun aber jemand fragen würde, welches Thema wir zur Zeit in Informatik/SoWi/Englisch haben könnte ich, wenn überhaupt, nur mit Mühen antworten. Woher kommt also dieses Phänomen, dass einem nur die unwichtigen Dinge der Schule im Gedächtnis bleiben.
Liegt es daran, dass sie leichter sind und deswegen eher zu Kopfe steigen? Oder hat der Schulstoff einfach eine unglaublich kurze Halbwertszeit? Fragen über Fragen und am Ende sind eh wieder die Illuminati/Taliban/Nazis/Men in Black schuld.

Zu den bereits genannten Beobachtungne lässt sich auf jedne Fall noch etwas ergänzen. Ein guter Witz geht einem zum Beispiel immer wieder durch den Kopf und brennt sich in das Gehirn, wie ein 828,7°C heißer Schürhaken, während man sich das Gesagte eines Lehrers notiert und dann gleich den Fokus auf das Nächste legt. Zumindest wäre es eine Erklärung, denn heiße Schürhaken hinterlassen bekanntlich gravierendere Schäden als das stetige Tropfen der Informationen auf das halb abgeschaltete Gehirn des Schülers. Wer mir nicht glaubt kann es gerne ausprobieren. Haften werde ich nur für Folgeschäden der Tropfen und da auch nur für die physischen. (falls hier jemandem die Tropfolter ein Begriff ist. Ja, Asiaten haben es einfach drauf)

Der nächste Aspekt wäre überhaupt die Aufmerksamkeit des Schülers. Stellt euch vor, ihr sitzt 8 Stunden am Tag rum, müsst irgendwem zuhören und dürft euch kaum in die "Unterhaltung" einbringen. Und wenn, dann ist alles was dem Lehrer nicht passt ohnehin schlimmer, als nichts zu sagen, also bloß keine Aufmerksamkeit auf sich lenken. Unter diesen Umständen sollen die 8 Stunden Gerede pro Tag also im Gedächtnis bleiben wie ein einmaliger Scherz... ein Hoch aufs Schulsystem! Ein Wunder, dass es überhaupt noch Schüler mit einem Schnitt unter 3,5 gibt....

... comment